Mobil und auch außerhalb der Kirche sichtbar

Lüdinghausen (pbm/mek). Das Warten hat ein Ende. Das KirchenRad ist da. Mehr noch: Es ist inzwischen einsatzfähig – sehr zur Freude des Pastoralteams der Pfarrei St. Felizitas in Lüdinghausen. Künftig können die Seelsorgenden mit dem Lastenrad an unterschiedlichen Orten präsent und sichtbar sein – und damit auch ansprechbar. Aber das KirchenRad soll nicht nur dem Pastoralteam zur Verfügung stehen, sondern auch anderen wie beispielsweise Ehrenamtlichen oder der Familienbildungsstätte (FBS).

Pfarrer Benedikt Elshoff, Pastoralreferentin Alice Zaun und Küster Andreas Höning freuen sich über das neue KirchenRad der Pfarrei St. Felizitas.

„Mit dem KirchenRad steht uns ein mobiler Stand zur Verfügung, der vielfältig nutzbar ist“, erläutert Pfarrer Benedikt Elshoff. Seit mehr als 20 Jahren gebe es zwar in Lüdinghausen das ökumenische Angebot „Kirche am Markt“, doch es finde immer am gleichen Ort statt und spreche damit auch häufig dieselben Menschen an. „Auf unserer Klausurtagung ist die Idee des KirchenRads entstanden, mit dem wir mobil sind und dorthin fahren können, wo die Menschen sind“, berichtet Pastoralreferentin Alice Zaun. In einem Buch über die XXL-Pfarrei im hessischen Oberursel und Steinbach hatte sie gelesen, dass sich die Verantwortlichen mit einer Ape, einem dreirädrigen Rollermobil mit Ladefläche, auf den Weg zu den Menschen gemacht hätten. „Das fanden wir für uns nicht optimal und wollten es einfacher machen. Zumal einige Zeit später der Caritasverband für den Kreis Coesfeld eine Ape als Café-Mobil angeschafft hat. Diese können wir jederzeit ausleihen, wenn sie frei ist“, berichtet Elshoff von den Anfängen.

Die Idee war geboren und musste „nur“ noch umgesetzt werden. Ein Lastenrad wurde beim örtlichen Fahrradhändler bestellt. „Dabei haben wir uns für eine einfache Version entschieden. Wir sind zumeist auf kurzen Strecken in Lüdinghausen und Seppenrade unterwegs“, erläutert Elshoff. Beim Ausbau der Transportbox, die eigentlich für vier Kinder gedacht war, setzte der Pfarrer auf das handwerkliche Geschick von Andreas Höning. Der Hausmeister und Küster tüftelte und schaffte aus Vorhandenem und Neuem einen Vorbau, der für vielerlei Aktivitäten genutzt werden kann. „Wir haben sogar einen Sonnenschirm, damit wir gesehen werden“, berichtet Höning. Und Zaun schätzt am KirchenRad: „Allein über das Rad und unser Angebot kommen wir niederschwellig mit den Menschen ins Gespräch.“ Zudem setze die Gemeinde mit dem KirchenRad ein deutliches Zeichen für ökologisch nachhaltiges Handeln. „Und es kann als weiteres Mittel dienen, uns als Kirche vor Ort wahrzunehmen und mit uns in Kontakt zu kommen“, fügt Elshoff hinzu. Den Ideen für einen Einsatz seien keine Grenzen gesetzt.

Weil künftig unterschiedliche Gruppen und Einrichtungen mit dem Rad unterwegs sein können, hat Höning an der Box Schrauben durch spezielle Druckknöpfe ersetzt. „So können unterschiedlich bedruckte Folien für den jeweiligen Einsatz ausgewechselt werden“, erklärt er. Ein umklappbarer Tisch deckt die Transportbox ab und ein Blinker sorgt für Sicherheit. Zudem verfügt das Rad über ein portables Stromaggregat, über das beispielsweise auch Handys geladen werden könnten. „Wir zeigen den Menschen, dass wir für sie da sind. Und wer ein geistliche Gespräch führen möchte, kann dies mit uns auf neutralem Boden machen“, sagt Elshoff.

Eine finanzielle Unterstützung für das KirchenRad und auch zuvor für die Fahrrad-Rikschen gab es vom Bistum Münster über den Innovationsfond „Experimente wagen“, der Projekte in der Pastoral fördert. „Jetzt bauen wir an der FBS noch einen abschließbaren Unterstand, in dem sowohl das Lastenrad als auch die Rikschen untergebracht werden. Außerdem werden uns die Rikscha-Engagierten noch einen kleinen Fahrkurs geben“, freut sich Elshoff über die Zusammenarbeit.

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Beitrag von...

Thorsten Neuhaus

Pastoralreferent und Jugendseelsorger
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